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Sachkundeprüfung Bewachungsgewerbe (§ 34a GewO) 2026: Übungstest 3

Übungstest 3 von 4 für den Test „Sachkundeprüfung Bewachungsgewerbe (§ 34a GewO)“: 25 weitere Fragen mit Antworten und Erklärungen.

  • Sicherheitsdienst
  • Deutschland
  • 100 Fragen
  • Geprüft am 11. Oktober 2026
  1. Frage 1 von 25

    Welche Vorschrift kann es rechtfertigen, ein geringeres Rechtsgut zu beeinträchtigen, um ein deutlich wichtigeres vor einer gegenwärtigen Gefahr zu retten?
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    Antwort: D. Rechtfertigender Notstand (§ 34 StGB)

    § 34 StGB greift, wenn die Gefahr nicht anders abwendbar ist, das geschützte Interesse das beeinträchtigte wesentlich überwiegt und die Tat ein angemessenes Mittel ist.

  2. Frage 2 von 25

    Wer darf nach § 127 Abs. 1 StPO eine Person ohne richterliche Anordnung vorläufig festnehmen?
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    Antwort: B. Jedermann

    § 127 Abs. 1 StPO gibt jedermann das Recht zur vorläufigen Festnahme, wenn die Voraussetzungen erfüllt sind.

  3. Frage 3 von 25

    Was ist die erste Voraussetzung für die vorläufige Festnahme durch jedermann nach § 127 Abs. 1 StPO?
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    Antwort: C. Die Person wird auf frischer Tat betroffen oder unmittelbar danach verfolgt

    Die Person muss „auf frischer Tat“ betroffen oder unmittelbar danach verfolgt werden.

  4. Frage 4 von 25

    Was muss neben dem Betreffen auf frischer Tat für eine Festnahme nach § 127 Abs. 1 StPO noch vorliegen?
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    Antwort: B. Die Person ist der Flucht verdächtig, oder ihre Identität kann nicht sofort festgestellt werden

    Es muss Fluchtverdacht bestehen, oder die Identität der Person darf sich nicht sofort an Ort und Stelle feststellen lassen.

  5. Frage 5 von 25

    Ein auf frischer Tat betroffener Ladendieb zeigt einen gültigen Personalausweis, wohnt in der Nähe und ist ruhig. Es gibt keine Anzeichen für eine Flucht. Dürfen Sie ihn nach § 127 StPO festnehmen?
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    Antwort: D. Nein, weder Fluchtverdacht noch unbekannte Identität liegen vor

    Ist die Identität bekannt und besteht kein Fluchtverdacht, sind die Voraussetzungen des § 127 Abs. 1 StPO nicht erfüllt. Notieren Sie die Personalien und verständigen Sie die Polizei.

  6. Frage 6 von 25

    Was muss eine Wachperson nach einer vorläufigen Festnahme tun?
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    Antwort: B. Die Person unverzüglich der Polizei übergeben

    Die Festnahme durch jedermann dient nur dazu, die Person bis zur Übernahme durch die Polizei festzuhalten. Rufen Sie sofort die Polizei und halten Sie die Person nicht länger als nötig fest.

  7. Frage 7 von 25

    Ein Besucher weigert sich, auf Nachfrage einen Ausweis zu zeigen. Wer darf die Identität einer Person zwangsweise feststellen?
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    Antwort: D. Die Polizei oder die Staatsanwaltschaft

    § 163b StPO gibt die Befugnis zur Identitätsfeststellung der Staatsanwaltschaft und der Polizei. Eine Wachperson kann nur darum bitten oder, wenn die Voraussetzungen vorliegen, nach § 127 StPO vorgehen.

  8. Frage 8 von 25

    Wann begeht jemand einen Hausfriedensbruch nach § 123 StGB?
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    Antwort: B. Wenn er widerrechtlich eindringt oder sich auf Aufforderung des Berechtigten nicht entfernt

    § 123 StGB erfasst das widerrechtliche Eindringen in Wohnungen, Geschäftsräume oder befriedetes Besitztum sowie das Verweilen trotz Aufforderung des Berechtigten, sich zu entfernen.

  9. Frage 9 von 25

    Wie wird Hausfriedensbruch nach § 123 StGB in der Regel verfolgt?
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    Antwort: B. Nur wenn der Berechtigte einen Strafantrag stellt

    Nach § 123 Abs. 2 StGB wird die Tat nur auf Antrag verfolgt. Der Berechtigte, etwa der Eigentümer oder Mieter, muss die Strafverfolgung beantragen.

  10. Frage 10 von 25

    Innerhalb welcher Frist muss ein Strafantrag in der Regel gestellt werden?
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    Antwort: B. Drei Monate ab dem Zeitpunkt, zu dem der Berechtigte von der Tat und der Person des Täters Kenntnis erlangt

    § 77b StGB legt eine Frist von drei Monaten fest, die beginnt, sobald der Berechtigte von der Tat und der Person des Täters Kenntnis erlangt.

  11. Frage 11 von 25

    Was ist Diebstahl nach § 242 StGB?
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    Antwort: C. Eine fremde bewegliche Sache in der Absicht wegnehmen, sie sich rechtswidrig zuzueignen

    Diebstahl ist die Wegnahme einer fremden beweglichen Sache in der Absicht, sie sich oder einem Dritten rechtswidrig zuzueignen.

  12. Frage 12 von 25

    Ein auf frischer Tat betroffener Dieb wendet gegen einen Ladendetektiv Gewalt an, um die gestohlene Ware zu behalten. Welche Straftat ist das?
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    Antwort: B. Räuberischer Diebstahl (§ 252 StGB)

    Nach § 252 StGB wird ein auf frischer Tat betroffener Dieb, der Gewalt oder Drohungen anwendet, um sich im Besitz der Beute zu erhalten, gleich einem Räuber bestraft.

  13. Frage 13 von 25

    Was ist eine Körperverletzung nach § 223 StGB?
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    Antwort: D. Jemanden körperlich misshandeln oder an der Gesundheit schädigen

    § 223 StGB erfasst die körperliche Misshandlung und die Gesundheitsschädigung. Auch der Versuch ist strafbar.

  14. Frage 14 von 25

    Ein Ladendetektiv schließt einen Kunden ohne rechtlichen Grund in ein Büro ein. Welche Straftat kann das sein?
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    Antwort: D. Freiheitsberaubung (§ 239 StGB)

    Nach § 239 StGB macht sich strafbar, wer einen Menschen ohne rechtfertigenden Grund einsperrt oder auf andere Weise der Freiheit beraubt.

  15. Frage 15 von 25

    Eine Wachperson sieht, wie eine Person nach einem Unfall zusammenbricht, und geht einfach weiter, obwohl Hilfe gefahrlos möglich wäre. Was kann das sein?
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    Antwort: C. Unterlassene Hilfeleistung (§ 323c StGB)

    Nach § 323c StGB macht sich strafbar, wer bei Unglücksfällen oder gemeiner Not nicht hilft, obwohl Hilfe erforderlich und zumutbar ist.

  16. Frage 16 von 25

    Ab welchem Alter ist eine Person in Deutschland strafrechtlich verantwortlich?
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    Antwort: A. 14

    Nach § 19 StGB ist schuldunfähig, wer bei Begehung der Tat noch nicht 14 Jahre alt ist.

  17. Frage 17 von 25

    Wer ist nach dem Jugendgerichtsgesetz (JGG) „Jugendlicher“?
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    Antwort: A. Wer zur Zeit der Tat 14 bis 17 Jahre alt ist

    § 1 JGG definiert als Jugendlichen, wer 14, aber noch nicht 18 Jahre alt ist, und als Heranwachsenden, wer 18, aber noch nicht 21 Jahre alt ist.

  18. Frage 18 von 25

    Welches Handeln ist nach dem Strafgesetzbuch strafbar, sofern das Gesetz nichts anderes bestimmt?
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    Antwort: A. Nur vorsätzliches Handeln

    Nach § 15 StGB ist nur vorsätzliches Handeln strafbar, wenn nicht das Gesetz fahrlässiges Handeln ausdrücklich mit Strafe bedroht.

  19. Frage 19 von 25

    Am Eingang einer Veranstaltung verweigert ein Gast eine in der Hausordnung vorgesehene Taschenkontrolle. Was kann die Wachperson tun?
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    Antwort: C. Den Zutritt auf Grundlage der Hausordnung verweigern, ohne gewaltsam zu durchsuchen

    Taschenkontrollen beruhen auf der Einwilligung des Gastes. Eine Wachperson hat keine polizeiliche Durchsuchungsbefugnis, aber der Hausrechtsinhaber darf jemandem den Zutritt verweigern, der die Bedingungen nicht akzeptiert.

  20. Frage 20 von 25

    Wann kann ein Bewachungsunternehmen ein Bedürfnis zum Besitz von Schusswaffen nach § 28 WaffG nachweisen?
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    Antwort: B. Wenn es glaubhaft macht, dass es Bewachungsaufträge durchführt, die zum Schutz einer gefährdeten Person oder eines gefährdeten Objekts Schusswaffen erfordern

    § 28 Abs. 1 WaffG erkennt ein Bedürfnis nur an, wenn das Unternehmen glaubhaft macht, dass es Bewachungsaufträge wahrnimmt, die zum Schutz gefährdeter Personen oder Objekte Schusswaffen erfordern.

  21. Frage 21 von 25

    Wann darf eine Wachperson nach § 28 WaffG eine Schusswaffe des Unternehmens führen?
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    Antwort: B. Nur während der Durchführung eines konkreten Bewachungsauftrags

    § 28 Abs. 2 WaffG beschränkt das Führen auf die Zeit, in der ein konkreter Bewachungsauftrag tatsächlich durchgeführt wird.

  22. Frage 22 von 25

    Was ist nach § 28 WaffG erforderlich, bevor ein Unternehmen einer Wachperson eine Schusswaffe überlässt?
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    Antwort: C. Die Wachperson muss der Behörde benannt werden, und die Behörde muss zustimmen

    § 28 Abs. 3 WaffG verlangt, dass der Arbeitgeber die Wachperson der Behörde benennt. Waffen dürfen erst nach deren Zustimmung überlassen werden.

  23. Frage 23 von 25

    Welche Waffen dürfen Wachpersonen nach der DGUV Vorschrift 23 im Dienst NICHT führen?
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    Antwort: A. Schreckschuss- oder Gaswaffen

    § 19 DGUV Vorschrift 23 verbietet Schreckschuss- und Gaswaffen im Wachdienst. Es dürfen nur amtlich geprüfte Schusswaffen verwendet werden.

  24. Frage 24 von 25

    Wie muss eine Schusswaffe von einer Wachperson an eine andere übergeben werden?
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    Antwort: A. Ungeladen, und die übernehmende Wachperson prüft sie sofort

    Nach § 21 DGUV Vorschrift 23 dürfen Waffen nur ungeladen übergeben werden. Der Übernehmende prüft sofort den Ladezustand und erkennbare Mängel.

  25. Frage 25 von 25

    Wie müssen Waffen und Munition nach der DGUV Vorschrift 23 aufbewahrt werden?
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    Antwort: A. Ungeladen in einem Stahlschrank mit Sicherheitsschloss, getrennt von der Munition

    § 22 DGUV Vorschrift 23 verlangt mindestens Stahlschränke mit Sicherheitsschloss; die Waffen sind ungeladen und getrennt von der Munition aufzubewahren.

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