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Schweiz: Wissenstest für Sicherheitsangestellte 2026

In der Schweiz gibt es keine nationale Prüfung für Sicherheitsangestellte. Jeder Kanton oder eine Gruppe von Kantonen legt eigene Regeln fest, und nur einige (wie das Tessin) haben eine formelle Prüfung. Dieser Wissenstest behandelt die wichtigsten kantonalen Systeme, die Ausbildungsregeln im Gesamtarbeitsvertrag der Branche und die Bundesgesetze, die alle Sicherheitsangestellten kennen müssen.

  • Sicherheitsdienst
  • Schweiz
  • 60 Fragen
  • Geprüft am 11. Oktober 2026

Kurz und knapp

Bestanden: Keine einheitliche nationale Prüfung. In den CES-Kantonen, in Zürich und in Bern bildet der Arbeitgeber das Personal aus und prüft es. Für die Tessiner CPSicur-Prüfung braucht es in jedem Fach mindestens die Note 4 (Skala 1 bis 6). Zuständig: Kantonale Polizeibehörden (die Regeln sind je nach Kanton unterschiedlich; sechs Westschweizer Kantone sind im CES-Konkordat zusammengeschlossen). Hier üben Sie kostenlos mit 60 Fragen, jeweils mit Antwort und Erklärung. Am 11. Oktober 2026 mit offiziellen Quellen abgeglichen.

Vor dem Üben lesenBeginnen Sie mit der Lernhilfe „Lernhilfe für Sicherheitsangestellte in der Schweiz“: leicht verständliche Notizen, Abbildungen und die wichtigsten Zahlen.
  1. Frage 1 von 25

    Wer legt in der Schweiz hauptsächlich die Bewilligungsregeln für private Sicherheitsdienste fest?
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    Antwort: C. Die Kantone, deshalb sind die Regeln von Kanton zu Kanton verschieden

    Es gibt keine einheitliche nationale Bewilligung. Jeder Kanton oder eine Gruppe von Kantonen in einem Konkordat entscheidet, wie Sicherheitsunternehmen und ihr Personal bewilligt werden.

  2. Frage 2 von 25

    Welche Kantone gehören zum Konkordat über die Sicherheitsunternehmen (Concordat sur les entreprises de sécurité, CES)?
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    Antwort: A. Freiburg, Genf, Jura, Neuenburg, Wallis und Waadt

    Das CES vom 18. Oktober 1996 verbindet die sechs französischsprachigen Kantone. Bewilligungen danach gelten in allen sechs.

  3. Frage 3 von 25

    Was geschah mit dem Konkordat über private Sicherheitsdienstleistungen für die Deutschschweizer Kantone (KÜPS) von 2010?
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    Antwort: A. Es wurde sistiert und trat nie in Kraft

    Zu wenige Kantone traten bei, deshalb sistierte die Konferenz der kantonalen Justiz- und Polizeidirektorinnen und -direktoren das Konkordat. Basel-Stadt beschloss den Austritt und behielt seine eigenen Regeln.

  4. Frage 4 von 25

    Wer beantragt nach dem CES die Bewilligung für Sicherheitsangestellte?
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    Antwort: D. Der Arbeitgeber, der die Person anstellt

    Der Arbeitgeber stellt das Gesuch bei der Polizei des Kantons, in dem er seinen Sitz hat, und gilt als eigentlicher Inhaber der Bewilligung.

  5. Frage 5 von 25

    Wie lange ist eine Bewilligung für Sicherheitsangestellte nach dem CES normalerweise gültig?
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    Antwort: C. Vier Jahre

    Unternehmens- und Personalbewilligungen nach dem CES sind grundsätzlich vier Jahre gültig und können erneuert werden.

  6. Frage 6 von 25

    Eine Sicherheitsangestellte besitzt eine im Kanton Waadt ausgestellte Bewilligung. Wo ist sie gültig?
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    Antwort: C. In allen sechs Konkordatskantonen

    Eine Bewilligung eines CES-Kantons wird von den anderen Konkordatskantonen anerkannt.

  7. Frage 7 von 25

    Ein Sicherheitsangestellter in einem CES-Kanton arbeitet für zwei Sicherheitsunternehmen. Wie viele Ausweise (cartes de légitimation) braucht er?
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    Antwort: C. Einen Ausweis pro Arbeitgeber

    Der Ausweis ist an einen bestimmten Arbeitgeber gebunden, dessen Name darauf steht; wer zwei Arbeitgeber hat, braucht deshalb zwei Ausweise.

  8. Frage 8 von 25

    Wann müssen Sicherheitsangestellte nach dem CES ihren Ausweis vorzeigen?
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    Antwort: B. Wenn die Polizei oder eine Person, mit der sie im Dienst zu tun haben, danach fragt

    Sicherheitsangestellte müssen ihren Ausweis der Polizei oder jeder Person, mit der sie bei der Arbeit zu tun haben, auf einfache Aufforderung vorzeigen.

  9. Frage 9 von 25

    Welche Tätigkeit fällt unter das CES?
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    Antwort: C. Personenschutz, zum Beispiel als Bodyguard

    Das Konkordat umfasst die Bewachung von Sachwerten, den Personenschutz und den Sicherheitstransport von Gütern oder Werten.

  10. Frage 10 von 25

    Welche Regel zu Staatsangehörigkeit oder Bewilligung gilt nach dem CES für Sicherheitsangestellte?
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    Antwort: B. Schweizer, EU/EFTA-Staatsangehörige oder andere Ausländerinnen und Ausländer, die seit mindestens zwei Jahren eine Aufenthaltsbewilligung besitzen

    Artikel 9 nennt die Schweizer Staatsangehörigkeit, die Staatsangehörigkeit eines EU/EFTA-Staates oder eine Niederlassungsbewilligung bzw. eine seit mindestens zwei Jahren bestehende Aufenthaltsbewilligung.

  11. Frage 11 von 25

    Wer muss nach dem CES eine Prüfung über das anwendbare Recht bestehen?
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    Antwort: B. Die verantwortliche Person des Sicherheitsunternehmens und die Leitenden der Zweigniederlassungen

    Das Konkordat verlangt, dass die verantwortliche Person des Unternehmens und die Leitenden der Zweigniederlassungen eine Prüfung über die einschlägige Gesetzgebung bestehen.

  12. Frage 12 von 25

    Welche Haftpflichtversicherung muss ein Sicherheitsunternehmen nach dem CES mindestens haben?
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    Antwort: B. CHF 5 Millionen

    Laut FAQ zum Konkordat muss das Unternehmen eine Haftpflichtversicherung von mindestens 5 Millionen Franken abschliessen.

  13. Frage 13 von 25

    Welche zusätzliche Bewilligung brauchen Hundeführerinnen und Hundeführer im Sicherheitsdienst nach dem CES?
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    Antwort: A. Eine separate Bewilligung, die zwei Jahre gilt, nach einer Eignungsprüfung von Hundeführer und Hund

    Hundeführerinnen und Hundeführer brauchen eine eigene Bewilligung. Sie gilt zwei Jahre und beruht auf einer Prüfung von Hundeführer und Hund.

  14. Frage 14 von 25

    Wann müssen neue Sicherheitsangestellte nach der Ausbildungsrichtlinie des CES die Grundausbildung erhalten?
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    Antwort: A. Innerhalb der ersten drei Monate oder vor Arbeitsbeginn, wenn der Einsatz kürzer ist

    Die Grundausbildung umfasst das Konkordat und die Bestimmungen des Strafgesetzbuchs zu Notwehr und Notstand und muss in den ersten drei Monaten stattfinden.

  15. Frage 15 von 25

    Wie oft müssen Sicherheitsangestellte nach dem CES eine Weiterbildung besuchen?
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    Antwort: A. Mindestens einmal pro Jahr

    Die Richtlinie verlangt mindestens eine Weiterbildung pro Jahr, abgestimmt auf die Bedürfnisse der angestellten Person.

  16. Frage 16 von 25

    Wann wird die vollständige Grundausbildung nach der CES-Richtlinie wiederholt?
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    Antwort: A. Rund um jede Erneuerung der Bewilligung nach vier Jahren

    Die Grundausbildung muss innerhalb von drei Monaten vor oder nach der Erneuerung nach vier Jahren vollständig wiederholt werden.

  17. Frage 17 von 25

    Wie weist ein Sicherheitsunternehmen nach dem CES nach, dass die Ausbildung verstanden wurde?
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    Antwort: B. Mit einem schriftlichen Kontrolltest in jedem Fach

    Der Erfolg in jedem Bereich muss mit einem schriftlichen Test bestätigt werden, und die Bestätigungen gehen jedes Jahr bis zum 31. Dezember an die Behörde.

  18. Frage 18 von 25

    Wann dürfen Sicherheitsangestellte nach dem CES Gewalt anwenden?
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    Antwort: A. Nur im Rahmen rechtmässiger Notwehr und des Notstands

    Artikel 15 beschränkt die Gewaltanwendung auf Notwehr und Notstand. Sicherheitsangestellte haben keine besonderen Befugnisse.

  19. Frage 19 von 25

    Ein Sicherheitsangestellter in einem CES-Kanton erfährt von einer schweren Straftat, die von Amtes wegen verfolgt wird. Was muss er tun?
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    Antwort: B. Sie unverzüglich den Behörden melden

    Nach Artikel 17 müssen Straftaten, die von Amtes wegen verfolgt werden, unverzüglich gemeldet werden.

  20. Frage 20 von 25

    Welche Regel gilt in den CES-Kantonen für Uniformen und Fahrzeuge von Sicherheitsdiensten?
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    Antwort: C. Sie müssen sich deutlich von Uniformen und Fahrzeugen der Polizei unterscheiden

    Uniformen, Fahrzeugbeschriftungen und Ausrüstung dürfen nicht mit denen der Kantons- oder Gemeindepolizei verwechselt werden können und müssen bewilligt sein.

  21. Frage 21 von 25

    Wie muss eine bewaffnete Sicherheitsangestellte in den CES-Kantonen auf öffentlichen Strassen eine Waffe tragen?
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    Antwort: A. Verdeckt

    Nach Artikel 21 müssen Waffen auf öffentlichen Strassen und an öffentlich zugänglichen Orten verdeckt getragen werden.

  22. Frage 22 von 25

    Was darf die Visitenkarte oder Werbung eines Sicherheitsunternehmens im CES-Raum NICHT?
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    Antwort: D. Den Eindruck erwecken, das Unternehmen habe eine amtliche Polizeifunktion

    Werbung darf keine amtliche Funktion vortäuschen und nicht mit dem Unsicherheitsgefühl der Menschen spielen.

  23. Frage 23 von 25

    Haben private Sicherheitsangestellte besondere Befugnisse gegenüber anderen Personen?
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    Antwort: B. Nein, sie haben dieselben Rechte wie jede andere Person

    Die FAQ zum Konkordat halten fest, dass Sicherheitsangestellte gegenüber anderen Bürgerinnen und Bürgern keine besonderen Befugnisse haben.

  24. Frage 24 von 25

    In welchem Gesetz stehen im Kanton Zürich die wichtigsten Regeln zu privaten Sicherheitsdienstleistungen?
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    Antwort: A. Im kantonalen Polizeigesetz

    Zürich regelt private Sicherheitsdienstleistungen im Polizeigesetz. Türsteher, die direkt von einer Bar angestellt sind, fallen unter das Gastgewerberecht.

  25. Frage 25 von 25

    Wer braucht im Kanton Zürich eine Betriebsbewilligung für Sicherheitsdienstleistungen?
    Antwort anzeigen

    Antwort: A. Alle, die dort gewerbsmässig Sicherheitsdienstleistungen erbringen, unabhängig vom Sitz des Unternehmens

    Jede Person und jedes Unternehmen, die im Kanton gewerbsmässig Sicherheitsdienstleistungen anbieten, brauchen eine Bewilligung, ausser eine gültige Bewilligung eines anderen Kantons deckt die Tätigkeit ab.

Was Sie vor der Prüfung wissen sollten

  • Private Sicherheitsdienstleistungen werden von den Kantonen geregelt. Ein Konkordat für die Deutschschweizer Kantone von 2010 (KÜPS) wurde sistiert und trat nie in Kraft.
  • Freiburg, Genf, Jura, Neuenburg, Wallis und Waadt sind im Konkordat über die Sicherheitsunternehmen (CES) zusammengeschlossen. Der Arbeitgeber beantragt für jede angestellte Person die Bewilligung, die in allen sechs Kantonen vier Jahre gültig ist.
  • Nach dem CES erhalten Sicherheitsangestellte in den ersten drei Monaten eine Grundausbildung, wiederholen sie bei jeder Erneuerung nach vier Jahren und besuchen mindestens einmal pro Jahr eine Weiterbildung, die mit schriftlichen Tests überprüft wird.
  • Im Kanton Zürich braucht jedes Unternehmen, das gewerbsmässig Sicherheitsdienstleistungen anbietet, eine Bewilligung. Das Unternehmen muss das Personal vor dem Einsatz ausbilden; der Kanton empfiehlt die 20-stündige Grundausbildung gemäss Gesamtarbeitsvertrag der Branche.
  • Im Kanton Bern muss die Grundausbildung innerhalb von drei Monaten abgeschlossen sein, und das Personal braucht jedes Jahr mindestens 5 Stunden Weiterbildung.
  • Im Tessin umfasst der Kurs CPSicur I für Sicherheitsagentinnen und -agenten 40 Lektionen à 45 Minuten mit schriftlicher, mündlicher und praktischer Prüfung. In jedem Fach braucht es mindestens die Note 4.
  • Nach Artikel 218 der Strafprozessordnung darf eine Privatperson jemanden, der bei einem Verbrechen oder Vergehen auf frischer Tat ertappt wird, vorläufig festnehmen, wenn polizeiliche Hilfe nicht rechtzeitig erlangt werden kann, und muss die Person so rasch wie möglich der Polizei übergeben.

Häufig gestellte Fragen

Gibt es in der Schweiz eine nationale Bewilligung für Sicherheitsangestellte?

Nein. Jeder Kanton legt eigene Regeln fest. Sechs Westschweizer Kantone haben ein gemeinsames Konkordat, während Kantone wie Zürich, Bern und Tessin eigene Gesetze haben.

Gibt es eine offizielle schriftliche Prüfung für Sicherheitsangestellte?

Das hängt vom Kanton ab. Das Tessin hat die CPSicur-Prüfung. In den CES-Kantonen, in Zürich und in Bern muss der Arbeitgeber das Personal ausbilden und in den CES-Kantonen die Ausbildung mit schriftlichen Tests bestätigen. Dieser Übungstest ist eine Wissensüberprüfung und keine Kopie einer offiziellen Prüfung.

Wie viele Fragen hat die echte Prüfung?

Es gibt keine einheitliche offizielle Prüfung und daher keine nationale Fragenzahl und kein Zeitlimit. Die Probeprüfung hier verwendet nur zu Übungszwecken 40 Fragen und eine Bestehensgrenze von 75 %.

Wer beantragt meine Bewilligung als Sicherheitsangestellte bzw. Sicherheitsangestellter?

In den CES-Kantonen beantragt Ihr Arbeitgeber Ihren Ausweis bei der Polizei des Kantons, in dem das Unternehmen seinen Sitz hat. In Zürich und Bern prüft das Unternehmen, ob Sie die persönlichen Voraussetzungen erfüllen.

Darf ein Sicherheitsangestellter in der Schweiz jemanden festnehmen?

Nur wie jede Privatperson: wenn die Polizei nicht rechtzeitig eingreifen kann und die Person bei einem Verbrechen oder Vergehen auf frischer Tat ertappt wurde oder die Öffentlichkeit zur Mithilfe bei der Fahndung aufgerufen wurde. Gewalt darf nur verhältnismässig und als letztes Mittel eingesetzt werden, und die Person muss rasch der Polizei übergeben werden.

Wie viel Ausbildung erhalten neue Sicherheitsangestellte?

Der Gesamtarbeitsvertrag der Branche schreibt mindestens 20 Stunden Grundausbildung vor. Bern verlangt sie innerhalb von drei Monaten, Zürich vor dem ersten Einsatz.

Quellen

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